2.03 Zusammenfassung der Vorteile


By peterk - Posted on 20 September 2009

Im Prinzip stellt NARIS das bekannte „Trampen“ in Form eines Adhoc-Buchungssystems auf neue Beine, indem es den Teilnehmern (Fahrer/Mitfahrer/Betreiber) folgende Vorteile bietet:

  • Sicherheit: wird gewährleistet durch Maßnahmen des NARIS-Betreibers (siehe Kapitel 3.1.1)
  • Einnahmen für den Fahrer: Der Fahrer kann durch die Mitnahme eines oder mehrerer Fahrgäste seine Fahrtkosten zum Teil oder ganz decken. Die eventuell anfallenden Festbeiträge für die Teilnahme und Mobilfunkkosten amortisieren sich rasch.
  • Kostenersparnis für den Mitfahrer: Der Mitfahrer spart sich die Kosten für Treibstoff und Abnutzung. Eventuell kann er hierdurch zur Gänze auf ein Fahrzeug verzichten. Die Kosten für die Mitfahrten sind wesentlich geringer im Vergleich zum selbst fahren.
  • Vorteile für den Betreiber: Der Betreiber von NARIS erhält zum einen die Erlöse aus den Festbeiträgen der Kunden und dem Provisionsgeschäft. Die Festbeiträge dienen einerseits dazu, dem Kunden eine Mobilfunk-Flatrate sowie eine stets aktuelle Navigations-Software als Abonnement zur Verfügung stellen zu können. Dies begünstigt insbesondere Offboard-Lösungen wie z.B. NaviGate von T-Mobile. Andererseits kann hierdurch einem Missbrauch des Vermittlungsdienstes (siehe Kapitel 3.7) vorgebeugt werden. Zum anderen kann der Betreiber mit einem höheren Marktanteil seiner Geräte rechnen, da die Teilnahme an NARIS dieses zwingend voraussetzt. Dabei ist auch der Umstand zu berücksichtigen, dass gerade Pendler i.d.R. stets den selben Weg zur Arbeit und zurück nehmen und infolgedessen dafür ein Navigationsgerät auch meist gar nicht benutzt haben. Der Betreiber von NARIS profitiert als Hersteller von Navigationsgeräten darüber hinaus von höheren Gewinnmargen derselben, da er diese aufgrund ihrer erweiterten Fähigkeiten in einem lukrativen Preissegment anbieten kann.
  • Einfachheit: die Benutzung des Systems ist nicht komplizierter als die normale Bedienung eines Navigationsgerätes.
  • Einsatz moderner Hightech-Geräte: diesen Aspekt sollte man im „SMS-Zeitalter“ nicht unterschätzen. Auch der Erfolg des „Mountain-Bike“ durch welches das Fahrrad auf eine gewisse Art neu erfunden wurde, kann hier angeführt werden. „Mobile Computing“ liegt klar im Trend – siehe iPhone oder Blackberry.
  • Hardware-Verbreitung: Die Verbreitung von Navigations-Geräten steigt kontinuierlich auf hohem Niveau. Dies ist gleichzeitig die Grundvoraussetzung an der Inanspruchnahme dieses Dienstes.
  • Monopolstellung des Dienstleisters: Der Navigationsgeräte-Hersteller bietet eine komplette Abwicklung des Vermittlungs-Dienstes von der Zusammenführung bis zur Abrechnung auf Basis seiner Navigationssysteme an.
  • schnelle Marktdurchdringung (service ramp-up): NARIS sollte rasch einen hohen Marktanteil erobern, da diese Dienstleistung von Mitbewerbern ebenfalls angeboten werden kann. Dies ist auch deswegen notwendig, weil der Erfolg von NARIS maßgeblich von der Verfügbarkeit einer ausreichenden Anzahl von Geboten und Gesuchen abhängt. Möglicherweise ist zum Erreichen einer „kritischen Masse“ kurzfristig eine Anschub-Subventionierung beispielsweise der Mobilfunkkosten durch den Betreiber sinnvoll. Auf jeden Fall ist eine massive Marketingkampagne durch einen bekannten und als vertrauenswürdig geltenden Konzern notwendig. Darüberhinaus sollte das Vermittlungssystem in der Lage sein, dass sich ein Teilnehmer gleichzeitig als Fahrer wie auch als Mitfahrer anbietet. Dies kann die Vermittlungschancen stark verbessern.
  • soziale Attraktivität: ein weiterer Vorteil kann darin liegen, neue Menschen kennen zu lernen und Kontakte zu knüpfen. Auf der anderen Seite ist der Mitfahrer aber auch frei, jeweils eigenen Tätigkeiten nachzugehen. Durch seinen Beitrag zur Verkehrsentlastung und unter dem Gesichtspunkt des Umweltschutzes ist die Teilnahme an NARIS an sich sozial und ökologisch fortschrittlich. Dies stellt einen zusätzlichen Werbefaktor dar.