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3.06 Anwendungsfall Mitfahr-Dienst vermitteln


By peterk - Posted on 20 September 2009

Die Partner-Suche findet anhand der gespeicherten Daten auf dem Server des Betreibers statt. Das dafür eingesetzte Verfahren muss dabei die eingestellten Präferenzen der jeweils Beteiligten berücksichtigen sowie anhand der übermittelten Positions- bzw. Ziel-Daten für jeden Dienst-Anbieter (Fahrer) eine Kandidatenliste von möglichen Mitfahrern erstellen. Das Angebot für den Fahrer beinhaltet die Angabe des Ziels sowie die Dauer des Umweges und ist von diesem bei Annahme zu bestätigen. Nimmt der Fahrer den Auftrag an und wird dieser vom Mitfahrer bestätigt, berechnet sein Navigationsgerät das neue Zwischenziel und leitet den Fahrer dort hin. Zusätzlich erscheint auf dem Display seines Navigationsgerätes ein Lichtbild des Mitfahrers. Auf dem Display des Navigationsgerätes des Mitfahrers erscheint ebenfalls das Lichtbild des Fahrers. Daneben werden das Kennzeichen, ein Bild des Fahrzeugs sowie die geschätzte Wartezeit eingeblendet.

Hauptszenario:

  1. Für jeden als Mitnahme-bereit angemeldeten Fahrer ermittelt das Partner-Such-Verfahren zunächst anhand der Positionsdaten von Fahrer und Mitfahrer eine Liste möglicher Mitfahr-Kandidaten. Die Positionsdaten des Fahrers müssen dabei eventuell geschätzt werden, da dieser sich mit seinem Fahrzeug entlang der bekannten Route bewegt. Die Kandidaten-Liste wird zunächst anhand der jeweiligen Präferenzen von Fahrer und Mitfahrer bereinigt. Danach muss das Verfahren prüfen, ob das Fahrtziel des Mitfahrers entlang der Route des Fahrers im vorgegebenen Zeitlimit erreichbar ist. Als Grundregel sollte dem Fahrer niemals ein Mitfahrer angeboten werden, wenn dies einen Fahrtrichtungswechsel beinhaltet
  2. Die grobe Zieladresse des ermittelten Mitfahrers wird dem Fahrer über einen Anzeigedialog angeboten (siehe Abbildung 8). Dazu wird die Dauer des Umweges dargestellt, das Bewertungsprofil des Mitfahrers sowie eine optionale Kurznachricht von diesem. Der Fahrer muss die Offerte innerhalb einer kurzen Zeitspanne akzeptieren. Andernfalls verfällt das Angebot und der Mitfahrer kann wieder an einen anderen Fahrer vermittelt werden.
  3. Vom Mitfahrer wird nach Annahme des Auftrages durch den Fahrer eine Bestätigung angefordert. Dieser erhält dazu auf seinem Navigationsgerät einen Dialog angezeigt mit Angaben zur voraussichtlichen Dauer bis zur Ankunft des Fahrers sowie dem Bewertungsprofil des Fahrers (siehe Abbildung 9) Der Mitfahrer muss die Offerte innerhalb einer kurzen Zeitspanne akzeptieren. Andernfalls verfällt das Angebot und der Fahrer kann wieder an einen anderen Mitfahrer vermittelt werden.
  4. Der Fahrer erhält zur Orientierung die Kontaktdaten des Mitfahrers (siehe Abbildung 10). Anschließend beginnt die automatische Navigation zu diesem.
  5. Der Mitfahrer erhält zur Orientierung die Kontaktdaten des Mitfahrers sowie des Fahrzeugs (siehe Abbildung 11)

Erweiterungen:

  1. a) Um die Position des Fahrers einigermaßen genau bestimmen zu können sollte diese in bestimmten Zeitintervallen exakt an den NARIS-Server übermittelt werden.
    b) Die Formulierung unscharfer Ziele (z.B. „München-Ost, U-Bahn“) durch den Mitfahrer ist eine mögliche spätere Option.
  2. a) Um positive von eher negativen Bewertungen leichter unterscheiden zu können, kann ein zu definierendes Farbschema verwendet werden. Eine grafische Visualisierung mit Angabe der Anzahl von Bewertungen, wie sie etwa Amazon.de verwendet, kann in abgewandelter Form statt einer Prozentzahl verwendet werden:
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    Abbildung 7 Bewertung in grafischer Form
    b) um positives Verhalten zu stärken, werden für die aktuelle Gesamtbewertung stets nur die 20 letzten Einzel-Bewertungen berücksichtigt. Ein vom jeweiligen Partner gewünschter Ausschluss bleibt hingegen bis zu einem Widerruf bestehen.
  3. a) Falls ein Teilnehmer das jeweilige Angebot nicht akzeptiert, wird der Partner davon unmittelbar in Kenntnis gesetzt. Bei mehrmaliger Ablehnung sind Sanktionen zu prüfen.
    b) Da zu diesem Zeitpunkt eine Mobilfunkverbindung besteht, sollte hier schon eine „Notfall-TAN“ übertragen werden, die dann benutzt werden kann, wenn zu einem späteren Zeitpunkt keine Verbindung zum NARIS-Server möglich sein sollte (siehe auch Szenario 3.7 Anwendungsfall Mitfahrer aufnehmen)