You are hereNARIS - Konzept für ein Dynamic-Ridesharing-System / 3.0 Verfahrens-Beschreibung / 3.07 Anwendungsfall Mitfahrer aufnehmen

3.07 Anwendungsfall Mitfahrer aufnehmen


By peterk - Posted on 20 September 2009

Hauptszenario:

  1. Das Navigationsgerät des Fahrers leitet diesen zum Zwischenziel zur Aufnahme des Mitfahrers. Dabei wird die unmittelbar bevorstehende Zielerreichung dem NARIS-Server mitgeteilt.
  2. Die kurz bevorstehende Ankunft des Fahrers (ca. 2 Minuten) bewirkt eine entsprechende Ankündigung auf dem Navigationsgerät des Mitfahrers.
  3. Zugleich wird dem Mitfahrer vom NARIS-Betreiber eine TAN zur Aufnahme-Bestätigung am Navigationsgerät des Fahrers übermittelt.
  4. Der Mitfahrer steigt in das Fahrzeug des Fahrers und bestätigt an dessen Navigationsgerät seine Aufnahme mit der übermittelten TAN. Diese wird an den NARIS-Server weitergeleitet, sobald eine Mobilfunkverbindung möglich ist. Nach der TAN-Eingabe startet die weitere Navigation.

Erweiterungen:

  1. a) denkbar sind auch andauernde Übermittlungen der verbleibenden Zeit bis zur Ankunft z.B. im Minutentakt.
  2. a) falls keine Mobilfunkverbindung zustande kommt, kann die entsprechende Anzeige auf dem Navigationsgerätes des Mitfahrers nicht initiiert werden.
  3. a) falls keine Mobilfunkverbindung zustande kommt und die TAN nicht übertragen werden kann, kann eine „Notfall-TAN“ vom Navigationsgerät des Mitfahrers abgerufen und verwendet werden, die bereits im Szenario 3.6 Anwendungsfall Mitfahr-Dienst vermitteln übertragen wurde. Zu diesem Zeitpunkt muss zwingend eine Mobilfunkverbindung bestanden haben.
  4. a) falls die TAN nicht verifiziert werden kann, unterbricht die Navigation und verlangt nach einer Korrektur.
    b) Maßnahmen gegen „Schwarzfahren“ (keine Mitfahrer-Bestätigung):
    1. Protokollierung beim Betreiber, bei mehrmaligem Verstoß Sanktionen gegen Mitfahrer oder Fahrer
    2. Keine weitere gemeinsame Navigation – das Navigationsgerät des Fahrers muss neu eingestellt werden, nachdem dieser den Abbruch der vorangegangenen Navigation explizit quittiert hat.
    3. Der Anteil an den variablen Kosten für den Betreiber (Provision) ist zwar relativ gering, dennoch könnte es durch zusätzliche steuerliche Abgaben für Fahrer und Mitfahrer attraktiv erscheinen, die Abrechnung über den Betreiber zu vermeiden. Dem ließe sich entgegenwirken, wenn die variablen Kosten nochmals unterteilt würden in
    - eine Art Abschlagszahlung, die bereits dann fällig würde, wenn der Fahrer zum Mitfahrer gelotst wurde
    - einen Entfernungs-abhängigen Teil der Provision, der entsprechend geringer ausfällt
    Dadurch wird die Abschlagszahlung auf jeden Fall fällig, auch wenn die Mitfahrer-Bestätigung ausfiele und eine Schwarzfahrt würde sich nun nicht mehr rentieren. Der Mitfahrer müsste auf jeden Fall die Abschlagszahlung bezahlen (weitere Sanktionen nicht ausgeschlossen), denn durch die abrufbaren Navigationsdaten könnte der Fahrer die Ansteuerung des Mitfahrers nachweisen. Andernfalls müsste der Fahrer die Abschlagszahlung entrichten.