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Mir wird Ubel


By peterk - Posted on 22 Januar 2015

Mit seinem prolligen Auftreten und rüden Geschäftsmethoden mag das amerikanische Startup-Unternehmen Uber keinen Sympathie-Wettbewerb gewinnen. Doch ich fürchte, dass gerade diese Vitalität (manche mögen es Agressivität nennen) verbunden mit einem dicken Finanzpolster dazu führen wird, dass den Schnarchnasen SAP und Nokia im Bereich Dynamic Ridesharing das Wasser abgegraben wird, bevor diese überhaupt am Markt erscheinen. Ich kann mir gut vorstellen, dass Uber bald mitbekommt, dass ein Schwenk des Geschäftsmodells weg von Laien-Taxlern und hin zu Autopendlern viel mehr Potential birgt. Auch könnte Uber das Taxigewerbe damit quasi legal aushebeln, zumindest langfristig gesehen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass diese Firma in der Lage und Willens ist, eine aus Anwendersicht leicht benutzbare App, nämlich die von mir immer wieder geforderte Knopfdrucklösung, auf die Beine zu stellen. Auf der anderen Seite fürchte ich nur, dass die hinter Uber stehenden Geldgeber und Hedgefonds die Provisionshöhe letztlich bis zur Schmerzgrenze für die beteiligten Pendler schrauben werden, um quasi den ursprünglichen Share Economy Gedanken auf Heuschrecken-Format zu schrumpfen sad